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Deutschland Pokal 2008

Kickboxen auf höchstem Niveau in Biedenkopf WAKO-Deutschland lud zum Georg F. Brückner Gedenkpokal.

Am 11. Oktober 2008 lud die WAKO-Deutschland zum Georg F. Brückner Gedenkpokal. Ausrichter war der Budo- Club-Biedenkopf aus Hessen, der mit den Organisatoren der WAKO-Deutschland für einen reibungslosen Turnierablauf sorgte. 340 Sportler in den Disziplinen Musikformen, Semi-, Leicht- und Vollkontakt waren nach Biedenkopf gekommen, um sich in ihren Gewichtsklassen zu messen. Das dritte Bundesturnier der Saison gilt als Qualifizierungsturnier für die Weltmeisterschaft 2009. Nur die nominierten Kadersportler aus dem Vollkontakt haben in diesem Jahr geschlossen auf einen Start verzichtet, um die Teilnahme an den Europameisterschaften (20.– 27. Oktober 2008 in Varna/Bulgarien) aus Verletzungsgefahr nicht zu gefährden.

In allen Disziplinen wurde hart um den Titel des Deutschlandpokalsiegers gekämpft. Ein großes Highlight konnten die Zuschauer bereits zu Beginn des Wettkampfes bewundern. Im Vollkontakt +91 kg standen sich Welt- und Europameister im Leichtkontakt Giovanni Nurchi und Profi- Weltmeister im Vollkontakt Alexander Melcher gegenüber. Beide begegneten sich mit Respekt, doch schnell stellte sich heraus, wer den Kampf für sich entscheiden würde. Alexander Melcher demonstrierte immer wieder seine Überlegenheit und setzte Nurchi mächtig zu. Dieser konnte sich zwar mit eleganten Aktionen zu Wehr setzen, den Sieg von Melcher allerdings nie gefährden. Auch die Kampfrichter waren davon überzeugt und werteten den Kampf klar für Alexander Melcher. Ebenso überlegen war Klemens Ruder aus Bayern in der Klasse VK -71 kg. Hier konnte Ruder alle Gegner besiegen und souverän den Titel des Deutschlandpokalsiegers erkämpfen. Ruder musste an diesem Tag lediglich im Leichtkontakt, das Finale der Klasse -69 kg verloren geben. Bei den Damen waren es zwei bekannte Leichtkontaktkämpferinnen, die den Titel für sich entscheiden konnten. Stefanie Kemper (VK -60 kg) und Jessica Heimann (VK -56 kg) besiegten jeweils ihre Gegnerinnen in den jeweiligen Gewichtsklassen. Beide sicherten sich zudem den Titel in ihren Geichtsklassen im Leichtkontakt. Heimann konnte das Finale im LK -55 kg gegen Rebecca Brendl gewinnen und Kemper siegte beim Damen LK -65 kg gegen Melanie Pflüger. Christian Pohl (LK -79 kg) und Fabian Fingerhut (LK -89 kg) rechtfertigten ebenfalls mit herausragenden Leistungen ihre Nominierungen für die Leichtkontakt Europameisterschaften. Beide zeigten sehr überzeugende Vor- und Finalkämpfe und deuteten damit Medaillenchancen auf internationaler Ebene an. Schwieriger hatte es dagegen Victor Hait in der Klasse LK -74 kg. Trotz guter Leistungen scheiterte er im Finale an einem gut aufgelegten Sascha Schuchardt aus Köln.

 

Frank Stretz konnte sich den Titel vor Andreas Riem in der Klasse bis 89 kg im Semikontakt sichern. v.l.n.r. WAKO Präsident Peter Zaar, Frank Stretz (1. Pl.), Andreas Riem (2. Pl.) und Emrico Heinze (3. P.l.)

Im Semikontakt konnte Favorit und Neu-Bundestrainer Daniel Händel in der Gewichtsklasse +94 kg sein ganzes Können zeigen. Souverän besiegte er alle Gegner und sicherte sich den Titel zum Deutschlandpokalsieger. Auch mit Robert Knödlseder (SK -84 kg) und Carolin Pitzke (SK -60 kg) demonstrierten zwei Favoriten aus Bayern ihre Klasse und verwiesen ihre GegnerInnen auf die Plätze. In der Klasse -89 kg sorgten zwei Akteure der WAKO Hessen für Aufsehen. Im Finale schlug Frank Stretz den Routinier Andreas Riem in einem packenden Kampf und wurde Gewinner in seiner Klasse.

In den Musikformen konnte Elfi Tausendfreund zweimal ganz oben auf das Treppchen steigen. In den Disziplinen Hardstyle und Hardstyle mit Waffen überzeigte sie die Kampfrichter. Bei den Herren war es erneut Michael Möller, der in diesen beiden Disziplinen die Gegner auf die Plätze verwies.

Neben den guten Leistungen der Sportler muss auch das Engagement der Kampfrichter, die über einen langen Tag ihr bestes gegeben haben, hervorgehoben werden. Um 19.00 Uhr fand ein gut organisiertes Turnier der WAKO Deutschland dann sein verdientes Ende.

 

Im Rahmen des Deutschland Pokals wurde vom Präsidenten
Peter Zaar (rechts) sowie dem Vizepräsidenten Werner Sossna
(Mitte) der Bundestrainer im Semikontakt Andreas Weingärtner
(links) mit der Ehrennadel in Gold der WAKO Deutschland ausgezeichnet.

Text: Martin Albers

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